Astragalus – Das Wundermittel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin zählt Astragalus zu den bekanntesten und wichtigsten Pflanzen. Die Wurzel dieser Pflanze, die zu den Hülsenfrüchten zählt, stimuliert das Immunsystem und wird deshalb als Mittel bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt.

Astragalus, im lateinischen Astragalus membranaceus, gilt in der TCM als Stärkungsmittel und hilft unter anderem bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen, Krebs, bei schlecht heilenden Wunden, bei wiederkehrenden Infekten und bei genereller Schwäche.

Studien zufolge können sogar Allergien mit dem Extrakt der Astragalus membranaceus behandelt werden.

Herkunft

Seit über 4000 Jahren wird Astragalus membranaceus bereits in der TCM angewendet. Die Herkunft dieser außergewöhnlichen Pflanze liegt in Asien. Um genau zu sein in Korea, China, Sibirien und der Mongolei.

Die Gattung der Astragalus membranaceus besteht aus 2000 verschiedenen Arten und ist eine mehrjährige Pflanze. Die für die Herstellung von Präparaten genutzte Wurzel ist faserig und ca. 1 bis 4 cm dick. Im Außenbereich ist die Wurzel gelblich braun bis hin zu einem tieferen Braunton. Im Inneren ist sie jedoch gelb.

Die Wurzel wird im Frühjahr und Herbst gesammelt und wird nach der Portionierung im Sonnenlicht getrocknet. Die hieraus entstandenen getrockneten Scheiben werden unter anderem zu Pulver verarbeitet.

Einsatzgebiete und Wirkstoffe der Astragalus

Zu den medizinisch interessanten Wirkstoffen der Astragalus zählt man die Isoastragaloside, die Astragaloside und die Astralgane.

Da die Astragalus (Tragant) sehr vielseitig einsetzbar ist, kann sie bei sehr vielen Beschwerden eingesetzt werden. Hierzu zählen neben den bereits genannten zum Beispiel auch der Einsatz zur Stressreduktion oder der Einsatz zum Schutz der Leber. Generell wirkt sich die Astragalus auf Milz und Lunge aus und kann eingesetzt werden um den Alterungsprozess positiv zu beeinflussen. Des Weiteren wird ihr eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen.

In der Forschung wurden bereits mehrere Studien mit der Astragalus durchgeführt. Resultat dieser Studien war die Erkenntnis, dass Astragalus eine äußerst stimulierende und stärkende Wirkung auf das Immunsystem hat.

Unter anderem werden Killerzellen und weiße Blutkörperchen aktiviert, Stammzellen vermehrt produziert, die Antikörperproduktion angekurbelt und die T-Zellen aktiviert.

Hauptsächlich wurde Astragalus bisher an Tieren getestet und bietet gerade im Bereich der Allergien einen Hoffnungsschimmer. Es wurde in einer Studie an Mäusen, die unter allergischem Asthma litten festgestellt, dass Astragalus den entzündlichen Prozess in der Lunge reduzierte. Als Nasenspray verabreicht, reduziert Astragalus die Erkältungssymptome und die Erkältungsdauer.

Auf dem Forschungsgebiet der Krebstherapie wurde in Tierversuchen nachgewiesen, dass der Astragalus-Extrakt das Tumorwachstum und die Tumorentstehung hemmt. Durch die Stabilisierung des Immunsystems wird die Tumorabwehr verbessert und in der Chemotherapie die Wirkung dieser verstärkt.

In chinesischen Studien bezüglich der Wirkung von Astragalus bei Herzpatienten konnte nachgewiesen werden, dass eine pflanzliche Therapie mit Astragalus begleitend zu einer Therapie mit konventionellen Medikamenten ein besseres Ergebnis erzielt als die rein konventionelle Therapie. Intravenös injiziert wird der Blutdruck reduziert und bringt so Herz und Kreislauf in Einklang.

In Tierversuchen konnte auch festgestellt werden, dass bei Diabeteserkrankungen eine Reduzierung des Blutzuckers erreicht wird und die Ansprechbarkeit auf Insulin verbessert wird.

Auch eine verbesserte Wundheilung kann der Astragalus zugestanden werden. Entzündungen fallen schwächer aus und das Zellwachstum wird beschleunigt.

In Versuchen mit Ratten konnte nachgewiesen werden, dass Astragalus die Entwicklung einer Fettleber durch Alkohol verhindern kann. Bei Problematiken mit der Leber, wird Astragalus aber zumeist in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingenommen, da diese dessen Wirkung verstärken und ein besseres Resultat versprechen.

Nebenwirkungen der Astragalus sind bisher nicht bekannt.

Einsatzform

Astragalus kann in seiner getrockneten Form zu einer Suppe, Tee oder einem Sud verarbeitet werden. Weiterverarbeitet zu einem feinen Pulver oder in Kapselform kann es direkt eingenommen werden. Das Pulver kann über Speisen gestreut werden oder in Superfood-Speisen, wie zum Beispiel Power Balls, Smoothies, Bowls oder Porridges integriert werden.

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Diese Rezeptur ist eine der stärksten Tonika der chinesischen Medizin. Sie wurde in der Yuan-Dynastie erstmals beschrieben und wird seitdem zum Aufbau und zur Vitalisierung bei allen körperlichen Schwächezuständen eingesetzt. Sie hebt u.a. das Yang-Qi, stärkt das Immunsystem, verbessert und stärkt Lungen- und Magenfunktion.

Interessante Studien

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